Betting On The Mouse – Betting On The Mouse

Sängerin und Mastermind hinter Betting On The Mouse ist Martha Marie Skou. Sie lebt im Moment in Berlin und hat in den letzten Monaten Ihren sphärischen Pop von Kopenhagen aus, stilsicher in die deutsche Hauptstadt transferiert. Und Ihr könnt es mir glauben: direkt in den ersten Sekunden zu ‚ Paralyzed ‚ haben Betting On The Mouse einen erwischt. Es ist intensiver und moderner Pop, der mit organischen Instrumentierungen, aber zugleich mit viel Liebe zum elektronischen Detail, die Worte der dänischen Musikzeitschrift mehr als rechtfertigen: „It is early in the year, but I can already predict that ‘BOTM’ is competing to become this year’s record. A truly excellent debut.“ Das zweite Stück ‚ Bite ‚ kombiniert dann diese Elemente, zersplittert die Singer/Songwriter-typischen Passagen durch unruhige Trommeln, während das starke Gefühl der Leidenschaft kontinuierlich das eigene Herz durchdringt. ‚ Betting On The Mouse ‚ ist und bleibt aber das Kind der kristallklaren, verführerischen und charismatischen Stimme von Martha Skous. Sie vermittelt das drängende Gefühl der Hoffnung in ‚ Ready ‚ und erinnert zugleich mit den schönen Harmonien, der komplizierten Akustik und der auftragenden Zielstrebigkeit an Peggy Sue aus London/Brighton. Immer wieder bewunderswert sind auch die Umstände, dass eigentlich aus noch so verzwickten Rhythmen plötzlich ein farbenprächtiger und mitreißender Refrain in die Lüfte entschwebt. Ein tolles Beispiel bieten uns Betting On The Mouse im vierten Stück ‚ One Lover ‚. Und dafür danken sollte man im Allgemeinen den Hamburger Leuten vom Label Questions & Answers – die uns schon im letzten Jahr mit den Debütalben vom CallMeKat und Giana Factory zwei phantastische Platten aus dem Kopenhagener Untergrund präsentierten. Aber Betting On The Mouse ist ohne Zweifel der vorläufige Höhepunkt dieser Suche nach herausragenden Künstlern. Die Kombination von Statik und Bewegung, die willkürliche Messung der Zeit in den zehn Songs ist zwar erstmalig mit einer Umstellung verbunden… … doch hat man diese überwunden, die ungleichmäßige Vorwärtsbewegung verinnerlicht und die Notwendigkeit darin verstanden, dann bescheren einem Betting On The Mouse die geheimsten Wünsche auf einem goldenen Tablett. Klanglich und konzeptionell ist dieses Debüt auf höchstem Niveau, man nehme nur den unwiderstehlich Zwischenspurt im Stück ‚ Bruises ‚, und wenn Martha Marie Skou (Gesang), Xian Foo (Schlagzeug), Kristian Haarløv (Gitarre) und Jonathan Aardestrup (bass) jetzt noch für ein paar Konzerte in Deutschland vorbeikommen würden – würde sich diese jetzt bekannte Welt sicherlich für ein paar Minuten in ein anderes Licht hüllen. Man täte es wohl als besonders besänftigend und leicht melancholisch beschreiben…