Beach Bunny – Honeymoon

Das Fuzz-Pop-Quartett von Beach Bunny landete einen Streaming-Hit mit dem düsteren „Prom Queen“ im Jahr 2018. Mehr noch als bei den früheren, eher akustischen Veröffentlichungen von Sängerinnen Lili Trifilio, zeigte sie uns mit Beach Bunny ihr Händchen für ansteckende Pop-Hooks, die mit einer kollaborativen Energie gespielt wurden, was dazu beitrug, ihre ängstlichen Beobachtungen über den bloßen Folk-Konfessionalismus hinaus voranzutreiben. Der Erfolg von „Prom Queen“ half der Gruppe auch dabei, einen Vertrag mit dem New Yorker Label Mom + Pop Records abzuschließen, die nun das Debüt „Honeymoon“ in voller Länge veröffentlichen.

Frontfrau Lili Trifilio beschreibt „Honemoon“ als eine Ode an die Spontaneität und zugleich ist eine gewisse Fülle in dem Album, durch die die Gruppe aus Chicago in einen Zustand aufgestauter Verzückung gerät. Die Band streift sorglose und sporadisch entspannte Momente, die von rauer Vitalität erfüllt sind – eine sensible Chemie, die Beach Bunny absolut beherrschen. Trifilio zitiert Marina Diamandis als Inspiration für ihr Songwriting, obwohl Beach Bunny’s Sound häufiger den sonnenverwöhnten Garage Rock von Best Coast oder den angezündeten Power-Pop von Charly Bliss wiedergibt. 

Während „Prom Queen“ oft vor Kummer schwelgte und sich dem Gedanken widersetzte, weiterzumachen, kommen die lohnendsten Momente in „Honeymoon“, wenn Trifilio die Unsicherheiten gegen eine neu gewonnene Selbstsicherheit eintauscht:  “If you’re gonna love me, make sure that you do it right“. Es ist natürlich viel sicherer, in der eigenen Blase zu leben – undurchlässig, unberührt von äußeren Elementen, die die Parameter der Einsamkeit zu durchbrechen drohen. In diesem Raum können wir uns vor Unsicherheit schützen. Aber wir sind alleine. Auf „Honeymoon“ lädt Trifilio endlich jemanden in ihre Blase ein, in ihren Traum. 

Mit einer unaufhörlichen, lebhaften Energie, die über eine offene Erzählung treibt, zeigt Trifilio ihr meisterhaftes Songwriting mit einer liebenswerten Zärtlichkeit.