BAIO – Dead Hand Control

Das dritte Album DEAD HAND CONTROL des Bassisten BAIO von Vampire Weekend wurde in London und Los Angeles aufgenommen.

Das neue Album „Dead Hand Control“ leitet seinen Titel von dem Namen ab, der einem verdeckten sowjetischen Raketensystem zugeschrieben wird, das in der Lage ist, die USA auf direktem Wege zu erreichen. Auf der Weltuntergangsuhr wird eine Minute vor Mitternacht eingestellt, während New Wave und Dance Nummern aus allen Nähten platzen. Vielleicht eine erschütternde Aussicht, aber eine Formel, die BAIO bereits konsequent auf dem Vorgänger „Man Of The World“ angewendet hat und als solches durch den Tod von David Bowie und dem Aufstieg von Donald Trump eingerahmt wurde. 

Bekannte Einflüsse mischen sich auch weiterhin durch das Material des New Yorkers und schwanken in einem Zyklus aus Songs zwischen Standardformaten von drei Minuten und erweiterten Formaten, die sich meist darauf konzentrieren, den Menschen in unserem Leben Unterstützung zu bieten. “If you need a hand, I’d love to give you mine”, singt Baio auf „Take It From Me“. Und in “Never Never Never“ lässt er uns wissen: “If you let me stick around, I will never let you down.” Die Texte sind im Allgemeinen sehr einfach gehalten und lediglich Füllwerk, ebenso wie die zwei Songs mit einer Länge von mehr als neuen Minuten.

„Dead Hand“ ist ein elektronischer Song, der eine Liebesgeschichte erzählt, während der schnelle Snare-Beat auch im letzten Track „O.M.W“ verwendet wird. Mit 9:25 Minuten ist es zugleich der längste Track auf dem Album und eine Zusammenarbeit mit Vampire Weekend Kollegen Ezra Koenig. “It’s something we started together from a beat I made and a chorus he wrote almost nine years ago”, so BAIO. “Now just felt like the right time to finish it.” Es ist der einzige Song auf dem Album, den der Bassist von Vampire Weekend nicht ganz selbst geschrieben hat. Letztlich weicht auch das dritte Album von BAIO nicht von seiner bewährten Formel ab und lässt Formbarkeit und Vielfalt (leider) vermissen.

5.4