Drenge – Undertow

Das Debüt der Band kam 2013 mit entzückenden Grunge-Begleitbeschwerden, wie „People in Love Make Me Feel Yuck“ daher und auch das zweite Werk „Undertow“ begibt sich auf eine Reise der Selbstentdeckung. Drenge verlassen ihre Heimatstadt Castleton und beginnen mit „Running Wild“ – ihre neue LP dreht sich um Unabhängigkeit, um eine Band, die ihren Weg gefunden hat. Unterstützt von Rob Graham, dem neuen Bassisten und Kindheitsfreund, spielen Eoin und Rory ihr Spiel.

Während „Drenge“ brutales Blutvergießen und gelegentliche Gewalt anbot, konzentriert sich „Undertow“ viel mehr auf böswillige Schläue. Der Zusatz von Bassgitarre, dem pulsierenden QOTSA-Stil-Instrumental „Undertow“ und dem mit klarer Kante schneidenden „Side By Side“ fügt den neuen Songs eine Tiefe der Emotion hinzu, die uns in einer völlig neuen Dimension durch diese packende Platte tragen. Sie haben aber immer noch das Talent, Pop-Hooks in Punk-Riffs zu verwandeln. Die erste Single „We Can Do What We Want“ kanalisiert die Stooges in einem rasenden Toben und ehe man sich frische Luft besorgen kann, knallen uns Drenge schon den nächsten Song „Favorite Son“ um die Ohren. Ihr zweites Album setzt das Werk des ersten fort, ein Maßstab für den schweren Gitarrensound und ist auf seine Weise hart, eindringlich und mühelos brillant.

Die Brillanz von „Undertow“ liegt auch darin zu wissen, wie viel mehr Drenge erreichen können und auch werden. Mit Stand heute lohnt sich ein Blick auf die brandneue Single „This Dance“. Ich gespannt auf das dritte Album und vielleicht steigen Drenge zu Großbritanniens neuer brillantesten Rockband auf. Die Arctic Monkeys haben sich schließlich den Platz erst kürzlich aufgegeben.

7.7