Adam Green – Engine Of Paradise

Das neue Album „Engine Of Paradise“ von Adam Green erhielt Unterstützung von Jonathan Rado, James Richardson und Forence Welch. Green lockt uns mit einer ansprechenden Sammlung von umtriebigen Folk und New Yorker Pop und von den 70er Jahren inspiriert wurde. Green war natürlich ein Schlüsselmitglied von The Mouldy Peaches, der Anti-Folk-Band im Herzen von New York, die in den frühen Neunzigern cool war. Inzwischen hat er sich das Recht verdient, zu tun, was er will. Und was er im Jahr 2019 machen möchte, ist „Engine of Paradise“, eine Aufzeichnung von Tracks, die abwechselnd Folk und schwindenden Pop summend durch die Landen tragen. Ergänzt wird das durch ein Comicbuch, das er über Menschen im Krieg gegen Roboterinsekten geschrieben hat. 

Dies ist jedoch kein Konzeptalbum über mechanisierte Bugs, wie Green kürzlich in einem Interview mit NME sagte: “It’s not like if you listen to the [record] you’re gonna hear about the plot [of the comic]… These are just songs that I was gonna write, though they’re all from the same mental space.” Dieses Album ist also eine Art loser Soundtrack, der für sich allein stehen soll. Auf „Engines of Paradise“, seiner zehnten Solo-LP, hat sich die Formel nicht geändert: Eine buttrige Stimme, sanfte Ohnmachtsanfälle und das neckische Heben der Augenbrauen sind immer noch die Tagesordnung.

Aus dem ersten Track geht hervor, dass der nonchalante Gesangsstil von Green in seinen frühen Tagen als Anti-Folk-Star so gut wie verschwunden ist. Auf dem Titelsong zeigt Green ein Selbstvertrauen, das an die alten Schlagersänger erinnert. So viel von diesem Album dreht sich um Ideen der Trennung in einer ironisch verbundenen Welt. Dennoch weigert sich Green, sich in dieser Zeitgeistfrage abgestanden zu fühlen. „Freeze My Love“ untersucht die verschiedenen Widersprüche, die mit dem Wunsch nach wahrer Liebe einhergehen, sich aber durch die Kommerzialisierung der Romantik von ihr entfremdet fühlen. Darüber hinaus zeigt „Cheating on a Stranger“ die Schwierigkeiten einer Beziehung, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war.

Green’s halbtote Darstellung und seine witzige Art sind oft der wahre Schmerz, der in seinen Texten lauert, obwohl die üppigen Arrangements helfen, eine andere Geschichte zu erzählen. „Engine of Paradise“ ist bekannt für Stil und Herangehensweise und bietet eine solide, wenn auch etwas dunklere Destillation von Green’s Weltanschauung. Es ist der Klang eines ehemaligen Trendsetters, der sich glücklich ins Erwachsenenalter zurückzog und nun sein eigenes Ding macht.