Abby – Welcome Home

Die Herrschaften aus Mannheim machen wahrlich ein großes Geheimnis um die ominöse Dame “Abby”, die nicht nur für den Bandnamen Inspiration war, sondern ganz offensichtlich auch für eine großartige EP. Und diese EP mit dem Namen ‘ Welcome Home ‘ erscheint via Snowhite am 14. Januar 2011. Abby spielten übrigens schon mit Trail Of Dead, The Virgins, Mikroboy, Everything Everything, Get Well Soon und The Kilians. Die Band ist in Luxemburg, der Schweiz, Litauen, Frankreich und Island (Iceland Airwaves Festival) aufgetreten. Sie werden zudem auf der Midem 2011 zu sehen sein. Eine ausführliche Tour ist für die zweite Febraurhälfte 2011 in Planung und dementsprechend erfolgreich verlaufen auch die folgenden Minuten in vertrauter Gemeinsamkeit zwischen Hörer und ‚ Welcome Home ‚, dem Opener von Abby.

Tatsächlich wird man gleich in eine gemütliche Wohnung geführt, draussen beginnt es zu dämmern und im warmen Inneren knistert das Holz im Kaminofen. Es mag auf den ersten Blick nach einer Schnulze klingen, doch sollten diese Vorurteile schnell unter der fallenden Asche einer einst brennenden Flamme begraben sein. ‚ We Don’t Worry ‚ schmiegt sich behutsam an unseren Körper, schenkt uns das Gefühl einer wunderbaren Vertrautheit und lässt Träume lebendig werden. Alles könnte in diesen Momenten in die Wirklichkeit überspringen, alles könnten wir erreichen – erklingen im Hintergrund nur die süßen Melodien einer Band aus Mannheim, deren deutsche Wurzeln kaum auf der Extended Play ersichtlich werden.

‚ Feedback ‚ beglückt uns in akustischer und ruhiger Gemütlichkeit, während ‚ Alright ‚ eine verregnete Großstadt bei Nacht vor unser geistiges Auge projiziert, bevor der Blick auf eine verzückende Liebesgeschichte unter einer neon-schimmernden Straßenlaterne umschwenkt. Ernste Gefühle und emotionale Momente sind die tragenden Attribute und gelten schlussendlich für das gesamte Werk von Abby. Die Geiger-Arrangements kreieren räumliche Tiefen und ‚ Evelyn ‚ stürzt am Ende in beschwingter Atmosphäre durch treibende Rhythmen. Herrlich diese Art von Musik und bestaunend bleibt die Tatsache, hier eine Band aus Deutschland gehört zu haben…