Aaron Frazer – Introducing…

Wer kann sich daran erinnern, das letzte Mal ein ganzes Album zweimal hintereinander abgespielt zu haben? Danke, AARON FRAZER, dass du so eine fantastische Platte herausgebracht hast, die solche Tage des Wartens nun wieder zurück auf Null setzen.

Wer als entscheidendes Mitglied und Songwriter einer Band gilt, der möchte nicht selten auch ein Soloalbum veröffentlichen. Dies ist beim Schlagzeuger / Songwriter Aaron Frazer der Fall. Die meisten Leute müssten die oft nicht existierenden Credits seiner Hauptband Durand Jones & the Indications durchsuchen, um zu wissen, wie wichtig Frazer für ihren Sound ist. Das Multitalent hat nicht nur fast jeden Track auf den beiden Alben von The Indications geschrieben oder mitgeschrieben, sondern auch meist Gesang und Schlagzeug gespielt. Jetzt ist es Zeit für ihn, aus den Schatten ins Rampenlicht zu treten.

Frazer spricht sich mit dem Selbstvertrauen und der Haltung eines erfahrenen Profis aus. Dan Auerbach steht hier im Hintergrund, um sicherzustellen, dass das Endprodukt den hohen Standards entspricht. Es wird ungefähr 30 Sekunden dauern, bis der Titel „You Don’t Wanna Be My Baby“ sich vollständig öffnet und wir erkennen, dass Frazer, selbst wenn er alleine unterwegs ist, nicht wesentlich von dem Ansatz ablenkt, den er mit The Indications verfolgt. Dies ist reiner Retro Soul mit Schwerpunkt auf knackigen Drums, R&B-Streicherarrangements und verträumten Hintergrundgesängen, die Frazer’s atemberaubendes Falsett unterstützen. 

Auerbach ist eine wichtige Zutat. Er trägt die Verantwortung als Produzent, ist Co-Autor jedes Songs und Gitarrist, obwohl man das nicht wissen würde, ohne das Kleingedruckte zu lesen. Aber es verdeutlicht, dass Frazer eindeutig der Star dieser Show ist. Frazer erfindet das Rad am Ende hier nicht neu, aber die Songs sind stark genug, um sich weit über gängiges Potpourri zu erheben.

7/10