Wolfmother – Wolfmother

Alternative RockRock, VÖ: Oktober 2005

Man sollte als kleiner Tipp am Anfang, bevor die Platte das erstmal den CD Spieler berüht, Zeit und vorallendingen viel Geduld mit sich bringen. Gute Laune dagegen ist weniger die Voraussetzung, denn die stellt sich mit der Zeit von ganz alleine ein. So viel sei noch zu Anfang gesagt, diese Platte ist nichts für Gelegenheitshörer. ‚ Wolfmother ‚ ist vielmehr eine Abrockplatte bei der es mit ein bisschen Kofpnicken nicht mehr getan ist, hier muss alles wackeln was sich bewegen lässt. Die Haare müssen fliegen während der Kopf sich einmal um sich selbst dreht. Doch genug davon, los gehts mit ‚ Colossal ‚ und einer Nummer die einen sehr guten Einblick verschafft was einem die nächsten, knapp 55 Minuten, erwartet. Nämlich Siebziger Jahre Schweinerock aber auch Classicrock vom feinsten, aus einer Zeit an die sich die meisten nicht mehr erinnern können, bzw. nicht mehr miterlebt haben. So geschehen auch bei Wolfmother und trotzdem schaffen sie es völlig frei vom Zeitgeist Musik abzuliefern wie es wohl die letzten 25 Jahre keiner mehr geschafft hat.

Anzusprechen wäre hier nicht viel bis auf die paar kleinen Ausnahmen, denn auch ruhige Nummern haben Wolfmother mit raufgepackt wie ‚ Mind´s Eye oder Tales From The Forest Of Gnomes ‚. ‚ Where Eagles Have Been ‚ mischt diese beiden vertretenden Richtungen gekonnt aus. Ganze Leistung hat da Produzent Dave Sardy zustandegebracht. Bombastisch aufgezogene Songs, voller Sound und alles andere als leise und zurückhaltend stampft und schnauben sich Wolfmother durch ihre 12 Songs. Schwächen gibt es natürlich auch, wie oben angesprochen die benötigte Geduld. Denn die braucht man oft gegen dem vermeintlich nahe rückenden Ende das manchmal einfach nicht kommen mag. Kreischende Gitarrenriffs wo das Auge hinsieht, frei von jeglicher Text oder Songstruktur, in die Landschaft geschmissen ohne Rücksicht auf Verluste. Klar das ist hohe Kunst was man da zu hören bekommt doch reden wir hier vom öfteren Hören, denn da fängt es mit der Zeit an zu nerven und man wird ungeduldig.

Zu sehr wünscht man sich den nächsten Song herbei der wieder mit eingängigen Melodien, doch auch Tempowechseln und immer wieder überaschenden Wendungen den Hörer in seinen Bann zieht. Als letztes wäre noch ein Song anzusprechen der beim ersten Mal besonders heraussticht, ‚ Apple Tree ‚. Eine Nummer die selbst Jack White nicht so abwechslungsreich hinbekommen hätte und der heimliche Favorit unter den großen Namen wie ‚ Dimension ‚, ‚ Woman ‚ oder ‚ Joker & The Thief ‚.

9.3