Tkay Maidza – TKAY

HipHop/Rap, VÖ: Januar 2017
Mit einer neuen Generation von Künstlerinnen, die derzeit mit Songs und Sounds, die den Radio-Mainstream durchdringen und den Produzenten gefallen, den Sprung in die große Liga wagen, bietet das Debüt von TKAY MAIDZA genug Power-Pop-Punch um einen ähnlich anspruchsvollen Produktionsstil und noch mehr zu erreichen.

Die in Simbabwe geborene australische Sängerin und Rapperin Tkay Maidza betrat 2014 mit ihrer Debüt-EP „Switch Tape“ die elektronische Musikszene. Das Set stellte ihren kunstvollen Pop- und R&B-inspirierten Stil vor und zog wohlverdiente Vergleiche mit etablierten Künstlerinnen wie M.I.A. und Banks. Maidza wurde in Simbabwe geboren, zog aber mit ihrer Familie im Alter von fünf Jahren nach Adelaide, Australien. Anschließend studierte sie Architektur an der University of South Australia, brach ihr Studium jedoch ab, um Vollzeitmusikerin zu werden. Sie war erst 17, als sie ihre Debütsingle, das von Badcop produzierte „Brontosaurus“, veröffentlichte, nachdem sie an einem Künstlerentwicklungsprogramm in Adelaide teilgenommen hatte.

Ihr Debütalbum „TKAY“ zielt darauf ab, Maidza als ausgewachsenen Star in der Welt jenseits von Australien bekannt zu machen, und das gelingt ihr, wenn auch etwas inkonsistent. Es handelt sich um ein gebrochenes Leitbild, das bewusst erfolgreiche Hip-Pop-Rezepte mit zufälligen musikalischen Anspielungen vermischt, um klangliche Vielfalt zu erreichen. „TKAY“ kann uns angesichts seines hyperaktiven Wortspiels und der Fülle an Musikstilen, die einem japanischen Rhythmusspiel Konkurrenz machen könnten, den Atem rauben. Aber es wird nie langweilig. Maidza verbindet gekonnt die Texturen von Thao & the Get Down Stay Down und TheeSatisfaction in einem Song wie „Carry On“ und kann genauso schnell in die sinnlichen Stile von Rihanna oder Kelis schlüpfen. 

Maidza’s Album scheint viel mit Kelis‘ eigenem Debüt gemeinsam zu haben: Schließlich ist „TKAY“ ein farbenfrohes, knisterndes, mit Persönlichkeiten gefülltes Musikbüffet, das sich keiner Kategorisierung entzieht.

7.0