The Black Crowes – Happiness Bastards

Rock, VÖ: März 2024
In der Leidenschaft von THE BLACK CROWES liegt eine Beruhigung, die in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten nicht viel nachgelassen hat. Es ist gut, sie wieder zu haben.

Es gibt viele Gründe, skeptisch zu sein, wenn eine einstmals bedeutende Band Jahrzehnte nach ihrem kulturellen Höhepunkt wieder zusammenkommt. Brauchen sie das Geld? Sind sie süchtig nach Aufmerksamkeit? Das gilt doppelt für Bands, die aus Brüdern bestehen, die für ihre angespannten familiären Beziehungen bekannt sind, von den Everly’s bis hin zu den Gallagher’s (nicht, dass sich Oasis in absehbarer Zeit neu formieren wird) und Chris und Rich Robinson, die Geschwister und die treibende Kraft hinter The Black Crowes. Doch hier kommen die Black Crowes mit „Happiness Bastards“, ihr erstes Album mit neuem Material seit 15 Jahren, und es ist den Robinson’s zu verdanken, dass es sich weder wie eine Nostalgiereise noch wie eine Veröffentlichung aus Geldgier anfühlt.

Die erste Single, „Wanting and Waiting“, versprach eine vertraute und gemütliche Mischung aus Shake Your Money Maker-Spielereien, gefiltert durch die massive Rockproduktion von „By Your Side“. „Happiness Bastards“ hält dieses Versprechen größtenteils ein. Produzent Jay Joyce weiß, wie er aus seinen Künstlern einen großen, raffinierten Sound herausholen kann. Zusätzlich zu den Robinson’s und dem langjährigen Bassisten Sven Pipien werden die Crowes auf „Happiness Bastards“ durch den Gitarristen Nico Bereciartua und den Schlagzeuger Brian Griffin mit Backing-Vocals von Vicki Hampton, Joanna Cotton und Robert Kearns vervollständigt. Jay Joyce kümmerte sich um „additional guitar and keyboards“.

„Happiness Bastards“ ist eine Zusammenfassung der vielen Autobahnen und Nebenstraßen, die die Brüder im Laufe der Jahre genommen haben. Überall sind Easter Eggs für langjährige Fans versteckt: die Halbzeitpause im eröffnenden Track „Bedside Manners“, die an „Sting Me“ erinnert, oder die Americana Klänge von „Cross Your Fingers“. Das abschließende „Kindred Friend“ erinnert an die folkigen Psychedelika von „Three Snakes and One Charm“ und „Lions“ und ist gleichzeitig eine Anspielung auf Elton John aus den 1970er-Jahren. Einige Balladen wie das von Wilson verstärkte „Wilted Rose“ sorgen für die dringend benötigte Verschnaufpause zwischendurch.

Bestehende Fans, die sehnsüchtig auf die Rückkehr der Crowes warten, werden bei „Happiness Bastards“ jede Menge Spaß haben. Es ist ermutigend, dass die Brüder wieder solides neues Material schreiben und aufführen, während die Crowes – im Großen und Ganzen erfolgreich – versuchen, vergangene Erfolge wiederherzustellen.

7.4