Still Corners – Dream Talk

Indie PopSynth Pop, VÖ: Mai 2024
Gitarrist Greg Hughes und Sängerin Tessa Murray von STILL CORNERS schaffen es, in DREAM TALK eine Stimmung zu erzeugen, die die Seele auf eine verträumte Art und Weise berührt, fast wie ein Fiebertraum, vergleichbar damit, die heiße Wüstenlandschaft abzusuchen und Dinge zu sehen, die vielleicht nur eine Fata Morgana sind.

Das von Tessa Murray und Greg Hughes geschaffene Musikprojekt soll nachdenklich und romantisch sein und uns gleichzeitig Frieden bringen. Das ist das Hauptziel, und obwohl sich die beiden Kreativen zufällig an einem Bahnhof trafen, haben sie Titel wie „Turquoise Moon“ geschaffen, die ihr Talent und ihre Liebe zum Schicksal zur Schau stellen. Faszinierende Gesänge und Gitarrenriffs, so lässt sich das neue Werk des Duos am besten beschreiben. „Dream Talk“ ist ein Cocktail der Gefühle, dessen Zutaten verschiedene Komponenten des Albums sind. Unabhängig davon, ob „Today Is The Day“ den vielseitigen Geist des Gefühls der Veränderung und des Ergreifens des Augenblicks vermittelt oder ob das Sodawasser in diesem Cocktail die hochwertige Produktion darstellt, das Album ist gekommen, um zu bleiben.

Während das Duo seinem charakteristischen Sound treu bleibt, fügt es subtile experimentelle Elemente in das Geschehen ein, was „Dream Talk“ zu einem etwas anderen Erlebnis macht als ihre früheren Arbeiten. Wie immer nehmen uns Still Corners mit auf eine eindringliche Reise, die vom melancholischen „Today is the Day“ zur pulsierenden Energie von „The Dream“ übergeht, dem treibendsten Moment des Albums. Die subtile, unaufdringliche Schönheit des herrlichen „Faded Love“ ist typisch für Still Corners, während die erste Single „Secret World“, die neben „Let’s Make Up“ die Komplexität der Besessenheit erforscht, eine subtile Dub-Unterströmung aufweist. Murray und Hughes vollführen auch mit den Arrangements von „Dream Talk“ einen gekonnten Balanceakt. 

Manchmal ist die Stimmung so nachhaltig, dass das Album einem sich langsam entwickelnden Song ähnelt. In seiner besten Form ist „Dream Talk“ jedoch eine verführerische Erinnerung an die Macht der Visionen und Fantasien einer Gruppe, die es meisterhaft versteht, sie zum Leben zu erwecken.

7.0