Stereophonics – Performance and Cocktails

Alternative RockClassic AlbumsRock, VÖ: März 1999
Ein großartiges Albumcover der STEREOPHONICS! Hübsches Mädchen, Lucy Joplin, sieht gelangweilt aus, als sie von einem Kelly Jones Doppelgänger geküsst wird.

Im Eröffnungstrack schmettert Sänger Kelly Jones „Roll up and sheeee-ine“. „Shine“ ist das offizielle bedeutungslose, überstrapazierte Wort im Britrock. Natürlich könnte es schlimmer sein – er könnte es auf „Mind“ (das zweitbedeutungsloseste und überstrapazierte Wort im Britrock) reimen, wie so viele Noel Gallagher-Tracks. Am Ende klingt der Song beängstigend wie eine transozeanische Mischung aus Oasis und Verve Pipe, und aus diesem Zusammenkunft kann nichts Gutes entstehen. An welche zwei Bands muss man bei „The Bartender and the Thief“ denken? Einfach genug, Our Lady Peace und Supergrass. Der erste wirklich berühmte Stereophonics-Song, das wirklich feine „Just Looking“, beginnt ruhig, hat aber dennoch auf Anhieb eine beeindruckende Qualität. Einige raffinierte Gitarrenarbeit von Kelly Jones, verbunden mit seinem (mehr als gewöhnlich) nachhallenden Gesang.

Leider ist diese Scheibe nicht ganz so stimmig wie das Debüt. Ein Grund, warum „Word Gets Around“ so ansprechend war, ist, dass es ein Gefühl der Dringlichkeit gab, das bei dieser Veröffentlichung irgendwie verschwunden ist. Es gibt mehr Balladen als zuvor, und einige der Rocker brennen nicht mehr so ​​intensiv wie auf dem letzten Album. Das macht „Performance and Cocktails“ jedoch nicht zu einem schlechten Album; Fans werden sehr erfreut sein, dass die Stereophonics ein weiteres Stück Hardrock mit Indie-Geschmack herausgebracht haben. Alles in allem ist dieses Album eine wankelmütige Fortsetzung eines vielversprechenden Debüts, zeigt jedoch die bewundernswerte Songwriting-Entwicklung von Kelly Jones und eine viel fokussiertere und interessantere musikalische Kombination, insbesondere in Bezug auf Gitarreneffekte.

6.9