Stereophonics – Graffiti On The Train

Rock, VÖ: März 2013
Die STEREOPHONICS liefern düstere, melancholische Lieder von Traurigkeit und Kontemplation, der Titeltrack und Violins and Tambourines grübeln über die Vergänglichkeit des Lebens zu berührend einfachen Gitarrenmotiven. Auch der Sound der Band hat sich auf GRAFFITI ON THE TRAIN verändert.

Der Sound auf dem neuen Album „Graffiti On The Train“ ist ist weniger triumphal und filmischer, obwohl der Krautrock von „Catacomb“ echt wütend klingt. Es ist nicht immer erfolgreich – „Indian Summer“ ist ein bekannterer Rock-Tucker – aber es ist schwer, sich das rohe, schuldbewusste „No One’s Perfect“ mit trockenem Auge anzuhören. Und ist bleibt bewundernswert, dass die Stereophonics sich sowohl den Werten der Arbeiterklasse als auch ihren Arbeiterfans verschrieben haben. In dieser Hinsicht ist die Band zu Großbritanniens Bon Jovi geworden; Ihre Fangemeinde mag jetzt älter sein, aber diese eingegrabene Loyalität wird bestehen bleiben, solange die Band den gleichen Labour Party-Rock herstellt. Diese Fans könnten jedoch von „Graffiti on the Train“, dem ersten Album der Band seit vier Jahren, bitter enttäuscht sein, da die Songs zwischen rührseligen akustischen Beichten („Graffiti on the Train“, „Take Me“) und Standard-Rockern wie „In a Moment“ im Produktionsschlamm versinken.

Leider leidet „Graffiti On The Train“, wie die meisten ihrer Alben, auch ein wenig unter Inkonsistenz und einem Mangel an wirklich denkwürdigen Melodien. Ja, es klingt besser und die meisten Tracks verdienen mehr Hördurchläufe, aber dennoch ist es unwahrscheinlich, dass die Platte den Test der Zeit bestehen wird. Die Geschichten sind nicht mehr das, was sie Ende der 90er Jahre waren, denn die schiere Ehrlichkeit und das Talent für das Geschichtenerzählen von Jones sind seit Mitte der 00er Jahre allmählich verschwunden und die Musik fühlt sich nicht mehr so ​​überzeugend an wie zuvor. Das bedeutet nicht, dass die Platte unbedingt wegwerfbar ist, es ist nur die Tatsache, dass man nicht mit den höchsten Erwartungen an „Graffiti On The Train“ herangehen darf. Bestenfalls für ein paar Wochen mag die Platte interessant erscheinen, aber sie wird früher oder später verblassen.

6.0