Sophie Ellis-Bextor – Make a Scene

Pop, VÖ: April 2011
Die Arbeit an SOPHIE ELLIS-BEXTORs viertem Album begann im Jahr 2008, als sie vorhatte, ein Greatest-Hits-Paket zu veröffentlichen und dafür neue Songs aufzunehmen. Die Studioaufnahmen funktionierten so gut, dass sie ihre Meinung änderte und beschloss, ein komplett neues Studioalbum aufzunehmen.

Da Sophie Ellis-Bextor ihr eigenes Label hat, macht sie mit ihrem ersten Album seit vier Jahren das, was ihr verdammt noch mal gefällt, zum Beispiel veröffentlicht sie es zuerst in Russland. Aber was die musikalische Leitung angeht, ist sie eine Nachahmerin: Das offensichtliche Ziel von „Make a Scene“ ist es, die pummelige Disco-Sängerin als Kylie Minogue des reichen Mannes zu etablieren. Sie vertieft sich in denselben Bereich geschäftigen Elektropops, der Kylie’s letzte beiden Alben geprägt hat, und manchmal ist der einzige Unterschied Ellis-Bextor’s königliche Diktion, die dazu führt, dass sie mächtig gelangweilt klingt.

„Make A Scene“ entstand angeblich aus Sessions für neue Tracks für ein abgebrochenes Greatest Hits Album, was das Überangebot an Kollaborationen erklärt. Der Pet Shop Boysy-Hi-NRG von „Heartbreak (Make Me A Dancer)“ ist also eine inzwischen ziemlich ergraute Verbindung mit Freemasons aus dem Jahr 2009; „Can’t Fight This Feeling“, ein 18 Monate altes Stück Fader-Disco, das zusammen mit Junior Caldera entstanden ist; „Not Giving Up On Love“ ist ein von Armin van Buuren gegründeter Trance-Pop aus dem letzten Sommer. „Make A Scene“ ist im Großen und Ganzen ein Stück, explizit auf die Tanzfläche ausgerichtet und bis zum (fast) Ende atemlos.

Letztlich war das Album wohl höchstwahrscheinlich Ad-hoc und deutet auf einen größeren, übergeordneten Wunsch von Ellis-Bextor hin, ihre Fans trotz des Beginns ihrer Vollzeitmutterschaft weiterhin mit neuem Material zu versorgen. Dennoch ist klar, dass das Warten auf ein wirklich exzellentes Album von Sophie Ellis-Bextor weitergehen muss – zumindest vorerst.

6.6