Sophie Ellis-Bextor – HANA

Synth Pop, VÖ: Juni 2023
Die letzten Jahre waren gut für SOPHIE ELLIS-BEXTOR. Ihre Lockdown-„Küchendiscos“ machten sie zu einer regelmäßigen Interviewpartnerin in Zeitungen und in morgendlichen Frühstückssendungen; Ihre fabelhaft funkelnden Outfits boten den perfekten Zufluchtsort.

Sophie Ellis-Bextor tauscht ihre Flamenca-fokussierten Platten der letzten Jahre gegen das Glück von „HANA“ ein, zieht sich aus ihrer Küchendisco zurück und legt ein paar breitere Beats hin. Der Titel der Platte leitet sich vom japanischen Wort für „Blume“ oder „Blüte“ ab und ist auf Ellis-Bextor’s Reise nach Japan zurückzuführen … im Februar 2020. Zum Glück konnte die Sängerin ihre Reise antreten, aber es war kurz bevor alles schief ging – daher konnte sie „HANA“ aufgrund des Lockdowns bis jetzt nicht wirklich veröffentlichen. Und obwohl es sich um ein lustiges, fröhliches Synth-Pop Album handelt, gibt es auch Nuancen von Dunkelheit und Melancholie, die einen Kontrast zur ansonsten optimistischen Stimmung bilden.

„Lost in the Sunshine“ schwankt träge und „Breaking the Circle“ lässt auf lange Tanznächte schließen. Es ist eine Hymne, ohne dass man sich dafür den Bauch zerreißen muss. „Tokyo“ ist eine eher meditative Nummer, die benommen darüber nachdenkt, ob wir eine Reisende weit weg von zu Hause sind oder auf der ewigen Reise, auf der wir uns alle gemeinsam befinden, besonders wenn es in das sternenklare „Beyond the Universe“ eintaucht. „We’ve Been Watching You“ gleitet mit einer Spaghetti-Western-Gitarrenlinie und Ellis-Bextor’s Stimme ist plötzlich militant und gebieterisch. 

Wer auf der Suche nach einem schnellen Disco-Dopamin-Hit ist, wird mit „HANA“ nicht das Gesuchte finden. Vielmehr handelt es sich um ein Update zu Ellis-Bextor’s früheren Werken, Ideen und Themen – die siebenjährige Pause erwies sich als mehr als genug Zeit, um erfrischt und gestärkt zur Musik zurückzukehren. „HANA“ ist eine schrullige und aufmerksame Ergänzung der Ellis-Bextor-Diskographie, die dunkle und helle Themen vermischt, um eines ihrer bisher faszinierendsten Werke zu schaffen.

7.5