Royal Blood – Back to the Water Below

Rock, VÖ: September 2023
Es ist ein kurzes und knackiges Erlebnis, das weniger als 30 Minuten dauert, aber die steigenden Fluten der Sünde und die zusammenbrechenden Wellen der Verantwortung machen BACK TO THE WATER BELOW zum umfassendsten Ausflug in der Karriere von ROYAL BLOOD.

Ihr selbstbetiteltes Debüt aus dem Jahr 2014 erfand den Hard Rock für eine neue Generation neu, während „Typhoons“ aus dem Jahr 2021 bewiesen hat, dass sie eine elektronische Note hinzufügen konnten, ohne ihre elementare Kraft zu verlieren. Und das selbstproduzierte „Back To The Water Below“ sollte den Reiz von Royal Blood wirklich noch weiter steigern. Das engmaschige Riffing und die lächerlichen Texte („24-carat thug / In a Velvet Glove“) von „Mountains At Midnight“ sind in erster Linie aufgepumptes Royal Blood. Aber inmitten der klassisch klobigen Jam-Stücke baut „Pull Me Through“ auf einem subtilen Piano-Groove auf; „The Firing Line“ verzichtet auf Verzerrungen und stattdessen auf verschwommene Melodien; und „There Goes My Cool“ ist ein charmantes Stück ausgefranster Psychedelic.

Des Weiteren erinnert die verschwommene Prahlerei von „Shinier In the Dark“ an den späteren Karriere-Funk der Queens of the Stone Age. An einem Punkt, an dem der Druck nachlassen könnte – sie waren dieses Jahr Headliner mehrerer Festivals in ganz Großbritannien – probieren Miker Kerr und Ben Thatcher immer noch etwas Neues aus. Die Tanzbarkeit von „Typhoons“ schreckte zunächst diejenigen ab, die Angst vor Veränderungen hatten, doch nun hat sich diese Platte nahtlos in eine Performance integriert, die durch das Talent des Duos auf der Bühne enorm gesteigert wurde; Es wäre töricht, von diesen Tracks auch weniger zu erwarten.

Es ist vielleicht am Ende keine völlige Neuerfindung des Rockrads, aber es ist sicherlich ein erfolgreicherer Versuch, ihren Horizont zu erweitern.

7.9