Robots In Disguise – Happiness V Sadness

Alternative RockRock, September 2011

Mhm…kühl und nüchtern betrachtet, bleibt das neue Album von Robots in Disguise, mit Namen ‚ Happiness V Sadness ‚, eine wirksame Mischung aus Electronica und Alternative Rock. Aber warum nüchtern? Das Album ist manchmal verdammt verwirrend, beginnt sogar manchmal als beunruhigende The Ting Tings Kopie, wechseln kurz darauf aber in einzigartige und individuelle Erfahrungen, trommeln sich in Ekstase, paaren optimistische Melodien mit traditioneller Tanzmusik und bleiben am Ende das besondere Juwel, zwischen den Bands aus dem aktuellen 80er Jahre Revival. Eigentlich wäre damit die Kritik schon abgeschlossen. Doch nicht nur Dee Plume (Gitarre und Gesang) und Sue Denim (Bass und Gitarre) feiern hier Ihre Indie-Rock-Dance Musik, auch David Alexander wurde zusammen mit Produzent Tim Holmes eingeladen. Diese tobten sich an den Reglern aus und kreierten bereits im Opener ein sprudelndes Individuum aus eingängigen Vocals und einer festen Verknüpfung. In Kombination mit den Riffs bleibt es unmöglich, diese zu ignorieren. Die beiden Sängerinnen ergänzen sich einander perfekt und kämpfen zugleich um jede Zeile. Ausgesprochen gut gelungen in Songs wie ‚ Don’t Go ‚ und ‚ Lady & the Flies ‚. Der Teufelskreis bleibt allerdings die Basslinie, die während ‚ Lies ‚ eine seltsame Befriedung auslöst. Der folgende Track ‚ Sink In The Dirt ‚ spielt mit dunklen, aggressiven Tönen in unerreichter Portabilität und webt sich ein Konzept aus köstlichen Hooks und unwiderstehlichen Rhythmen. ‚ Hey What Ya Say ‚ findet man dagegen ein wenig unter den bekannten Qualitäten und auch ‚ Let’s Get Friendly ‚ hat nur seine verzerrten Gitarren zu bieten und die Gewissheit, nicht doch zu den Ting Tings zu gehören. Schlussendlich überzeugt besonders der schrullige und energetische Gesang, der sich äußerst erfrischend zu den etablierten und modernen Elektronik-Künstlern wie La Roux verhält. Langeweile bleibt größtenteils ein Fremdwort und das natürlich auch Dank dem Mix zwischen Riot grrrls und eingängigem Indie-Pop.

7.3