Norah Jones – Day Breaks

Jazz, VÖ: Oktober 2023
In einem kürzlichen Interview mit der New York Times sagte NORAH JONES, die Entstehung der Platte lasse sich auf einen Auftritt im Kennedy Center in Washington, D.C. im Jahr 2014 während eines 75-jährigen Jubiläumskonzerts ihres Labels Blue Note Records zurückführen.

Norah Jones spielte während eines Auftritts im Kennedy Center in Washington, D.C. im Jahr 2014 ein Cover von „I’ve Got to See You Again“ des Songwriters Jesse Harris mit dem legendären Saxophonisten Wayne Shorter, dem Schlagzeuger Brian Blade und dem Bassisten John Patitucci. „When I started thinking about making a ‘jazz record,’ mostly I was thinking about recording with Wayne and Brian“, sagte Jones der Times. „I didn’t want it to be standards. I was hoping for something very rhythmic, with Wayne floating over the top.“ Shorter, Blade und der Organist Dr. Lonnie Smith treten während „Day Breaks“ auf, einem effizienten 12-Track-Set mit neun Originalsongs und drei Coverversionen: „Peace“ von Horace Silver, „Fleurette Africaine“ von Duke Ellington und „Don’t Be Denied“ von Neil Young.

„Day Breaks“ ist besonders karg gehalten, eine schnörkellose Platte, die ohne viel Aufhebens in den Hintergrund tritt. Es scheint das persönliche und berufliche Wohlbefinden der Sängerin widerzuspiegeln, dass Jones – nach 15 Jahren als Vertragskünstlerin mit mehr als 50 Millionen verkauften Platten – sich nicht dem Druck der Branche unterwerfen muss, um relevant zu bleiben. Die Originale von Jones wirken so elegant wie altehrwürdige Standards, und alle ihre Cover wirken frisch. Ersteres spricht von ihrem Handwerk, letzteres von ihren Talenten als Komponistin, und beides zusammen macht „Day Breaks“ zu einem befriedigenden Zeugnis ihrer sich ständig weiterentwickelnden Musikalität.

7.9