Norah Jones – Come Away With Me

Classic AlbumsCountryJazz, VÖ: Februar 2002
NORAH JONES ist eine geborene Geschichtenerzählerin und die Geschichten, die sie auf ihrem beeindruckenden Debüt COME AWAY WITH ME erzählt, haben einen eindeutig Country-Charakter.

Norah Jones‘ Debüt auf Blue Note ist ein sanfter, akustischer Pop mit Soul- und Country-Anklängen, makellos produziert vom großartigen Arif Mardin. Jones ist keine echte Jazzsängerin, aber sie wird von einigen hoch angesehenen Jazztalenten begleitet: den Gitarristen Adam Levy, Adam Rogers, Tony Scherr, Bill Frisell und Kevin Breit; Schlagzeuger Brian Blade, Dan Rieser und Kenny Wollesen; Organist Sam Yahel; Akkordeonist Rob Burger; und Geigerin Jenny Scheinman. Ihr Stammgitarrist und Bassist Jesse Harris bzw. Lee Alexander spielen bei jedem Track mit und fungieren auch als Chef-Songwriter. Beide haben eine Begabung für Melodien, einfache, aber elegante Progressionen und eindrucksvolle Texte.

„Come Away With Me“ würdigt seine Wurzeln in Titeln der Country-Musiker Hank Williams und J.D. Loudermilk. Hank’s „Cold Cold Heart“ hat eine zarte Jazznote, mit skelettierter Instrumentierung, einem synkopierten Bassriff und Norah’s Stimme mit der Textur von Wildleder; während J.D. Loudermilk’s „Turn Me On“ eine düsterere Note offenbart. Die meisten anderen Stücke hier wurden von Norah und ihrer Truppe geschrieben und zeichnen sich durch ihre leichte Klavierbeherrschung aus. „Feelin‘ the Same Way“ und „Lonestar“ von Lee Alexander haben einfache Melodielinien und Texte, die keine genauere Betrachtung erfordern, aber die subtilen und einfühlsamen Gesangsdarbietungen heben sie hervor.

Ihre Jugend und ihre Klavierkenntnisse könnten dazu führen, dass man sie eine Alicia Keys für Erwachsene nennt. Auch wenn die Stimmung dieser Platte nach ein paar Liedern stagniert, gibt sie dennoch einen deutlichen Hinweis auf Jones‘ verführerische Talente.

8.0