Lizzy McAlpine – Give Me A Minute

Folk, VÖ: August 2020
Die gemütlichen, poetischen Texte von GIVE ME A MINUTE rufen die gleiche Wehmut wie die von Phoebe Bridgers hervor. Nur wenn LIZZY MCALPINE über traurige Dinge schreibt, hebt uns ihre Musik auf.

Volkstümlich. Introspektiv. Cottagecore-artig. Lizzy McAlpine’s 13 Titel umfassendes Album „Give Me a Minute“ erforscht verlorene und gefundene Liebe. „Give Me A Minute“ ist vielleicht nicht voller Bässe oder enthält lautere Musik, aber die Songs auf diesem Album treffen mit Sicherheit die Seele. Der erste Song auf diesem Album ist „Pancakes For Dinner“. Es geht darum, Dinge nicht unausgesprochen zu lassen und es nicht zu bereuen, seine Gefühle unausgesprochen gelassen zu haben. Der zweite Song ist „Same Boat“. Lizzy gelingt es hervorragend, zu vermitteln, wie es sich anfühlt, Gefühle für jemanden zu empfinden, und die Befürchtungen, nicht zu wissen, ob er „in the same boat“ sitzt wie man selbst. 

Es ist nicht nur ein toller, sanfter Song zum Anhören, sondern auch wunderschön geschrieben: „Would I bare my soul and maybe end up crying in the bathroom? Or would I ask you to kiss me slow?“ Wenn man „Means Something“ hört, erlebt man noch einmal das Zögern und die Angst, die man verspürt, wenn man eine neue Beziehung beginnt. Dieses Lied erforscht die Idee, dass das Universum Zeichen sendet, dass zwei Menschen füreinander bestimmt sind. Aus der emotionalen Perspektive einer Person geschrieben, die schon einmal verletzt wurde, widerspricht sie den aufdringlichen Gedanken, dass die Welt nicht will, dass sie glücklich ist. Dennoch schreibt und singt sie weiterhin über die Person, die sie liebt, denn die Grundlage der Liebe ist Hoffnung.

Lizzy McAlpine zeigt mit „Give Me A Minute“ zweifellos, dass sie eine aufstrebende Künstlerin ist, die langsam an Bedeutung gewinnt.

8.0