Laura Veirs – Troubled By the Fire

Classic AlbumsFolk, VÖ: März 2003
Wenn einem Gillian Welch gefällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass LAURA VEIRS das auch tun wird.

Laura Veirs singt Kaminlieder und Seemannslieder von hypnotischer Schönheit. Sie erschafft eine gegensätzliche Welt, die gleichzeitig ätherisch und erdig ist und sowohl als verspieltes Kobold als auch als müde Sirene fungiert. Die in Seattle, WA, ansässige Gitarristin/Sängerin/Songwriterin erhält auf ihrem dritten Album „Troubled By the Fire“ wohlwollende Unterstützung vom Gitarrenhelden Bill Frisell, der Saxophonistin Amy Denio, dem Bassisten Fred Chalenor und anderen – aber der Star der Show ist eindeutig Veirs. Mit diesem Werk verbindet die Künstlerin einen Nouveau-Folk-/Country-Rock-Ansatz mit gelegentlichen Dosen spaciger Hintergrundbehandlungen.

Veirs‘ Lieder, die einiges von der gleichen Patchwork-Americana wie Robin Holcomb, ebenfalls aus Seattle, zitieren, reichen vom wehmütigen „Song My Friends Taught Me“ über das trotzige „Cannon Fodder“, das nostalgische „Ohio Clouds“ bis zum mystischen „Devil’s Hootenanny“. Die Texte sind voller poetischer Details – bear cat trail and steel rail,” “breeze blowing through the door,” “waves on the shore making a sound oh then silent.” Produziert wurde das Album vom Tortured Souls-Schlagzeuger und Elektronik-Experten Tucker Martine, der für seine Arbeit mit Künstlern wie dem Slide-Gitarristen Kelly Joe Phelps bis zu den Modern-Jazz-Veteranen Sam Rivers und Julian Priester Anerkennung gefunden hat. 

Es spielt keine Rolle, dass Veirs zwei frühere Alben aufgenommen hat, die sie beide selbst veröffentlichte; Für diejenigen, die neu bei ihr sind, könnte „Troubled By The Fire“ durchaus das Debüt des Jahres sein.

7.0