Larkin Poe – Blood Harmony

Rock, VÖ: November 2022
BLOOD HARMONY ist ein weiteres Album, das LARKIN POE als eine der führenden Künstlerinnen der globalen Blues-Rock-Szene festigt und gleichzeitig ihre musikalische Identität erweitert.

Die Schwestern Rebecca und Megan Lovell haben ihr siebtes Album veröffentlicht, beginnend mit ihrer ersten Veröffentlichung im Jahr 2014. Rebecca spielt Gitarre und Keyboards und sorgt für den Leadgesang. Megan spielt Lap-Steel- und Resonator-Gitarre und singt harmonisch. Rebeccas Ehemann, Tyler Bryant von der Band Tyler Bryant and The Shakedown, produzierte das Album und spielt Bass, Keyboards und steuert die Programmierung bei. Der Name der Band, Larkin Poe, geht auf einen entfernten Verwandten zurück, der ein Cousin von Edgar Allen Poe war. Elf Originale, von denen einige von den Schwestern geschrieben oder gemeinsam mit anderen geschrieben wurden, umfassen Southern Rock, Soul und Blues. Auf diesem Album verbessern sie ihr Geschichtenerzählen und einige Songs, in denen sie vielleicht etwas Heimweh zum Ausdruck bringen und sich an ihre Kindheit in Georgia erinnern.

Der sofort fesselnde Eröffnungstrack „The Deep Stays Down“ beginnt mit einem ruhigeren Lauf aus Resonator-Gitarrenriffs und prahlerischem Gesang, bevor die Rhythmussektion auftaucht und den Song in Rock-Territorium katapultiert. Der nächste Track, „Bad Spell“, hingegen lässt keinen Platz für ruhigere Abschnitte und stürzt sich direkt in den herrlichen Hardrock-Overdrive, der mit seinen riesigen Fuzzy-Riffs und tektonischen Gesängen für unübertroffene Intensität sorgt. Als nächstes geht es mit „Georgia Off My Mind“ etwas sanfter zu, wobei Rebecca eine gefühlvolle Gesangsdarbietung entfesselt, während das kraftvolle „Strike Gold“ das Tempo wieder anzieht. „Might as Well Be Me“ ist ein Memphis-Soul-Erreger mit aufsteigendem Gesang und feurigen Gitarren; man kann sich gut vorstellen, dass Bonnie Raitt dieses Lied singt.

Larkin Poe begnügen sich nicht damit, einfach nur Geschichtenerzählerinnen des Südens zu sein, sondern greifen tief in die Materie ein und lassen in mehrere Lieder Metaphern und Bilder einfließen. Es ist klar, dass sie viel Zeit damit verbracht haben, ihr Songwriting für das Album zu vertiefen. „Blood Harmony“ zeigt Larkin Poe’s Beherrschung des Blues und ihre Fähigkeit, Songs zu schreiben und zu produzieren, die die Schatten und das Licht offenbaren, durch die wir in unserer Alltagswelt gehen. Selbst inmitten des Blues gibt es noch Hoffnung und Freude, und Larkin Poe führen uns mit „Blood Harmony“ auf diese andere Seite.

8.0