Kaiser Chiefs – Kaiser Chiefs‘ Easy Eighth Album

Indie Rock, VÖ: März 2024
Ganz gleich, ob man gerade erst mit den KAISER CHIEFS anfangen oder schon seit ihren glorreichen Tagen Mitte der Nullerjahre dabei ist, ihr EASY EIGHT ALBUM ist ebenso frustrierend wie unterhaltsam – die perfekte Zusammenfassung ihrer bisherigen Karriere.

Die Jungs aus Leeds haben endlich herausgefunden, wie sie die Stimmung ihrer hymnischen, pubfreundlichen Frühzeit-Küche mit ihrem poppigen Material aus den späten 2010ern auf dem lustigen, sommertauglichen Album „Easy Eighth“ der Kaiser Chiefs in Einklang bringen können. Jeder Titel ist individuell gestaltet, um zu einer guten Zeit anzuregen, egal ob es sich um den Soundtrack für ein bisschen Liebe (oder Lust) oder eine ausgelassene Tanzparty handelt. Das „Easy Eighth Album“ der Kaiser Chiefs (ein Titel, der einen entweder zum Lachen bringt oder vor schmerzlicher Frustration die Zähne knirschen lässt) ist für das Leeds-Quintett eine Art Abwechslung. Vorbei sind die Terrassenhymnen mit den Singalong-Chören, denn an ihre Stelle treten verführerische Pop-Funk-Melodien und ein Gastauftritt von Nile Rodgers. Ja, die Kaiser Chiefs haben jetzt voll auf Pop gesetzt.

Die stärksten Tracks auf dieser Platte sind die bisher veröffentlichten Singles, darunter „Feeling Alright“ und das funkige „How 2 Dance“ mit Nile Rodgers als Produzent, das mit seiner verspielten Basslinie äußerst tanzbar ist. „Beautiful Girl“ wirkt ein wenig irritierend und passt nicht zum Rest des Albums, und während der gitarrengetriebene Beat mitreißend ist, fühlt er sich etwas zu zuckersüß an. In „Job Center Shuffle“ gibt es jede Menge Überfluss und Ska-Anleihen, und ähnlich wie bei „Beautiful Girl“ hört es sich leicht knirschend an, trotz Ricky Wilson’s größter Bemühungen, eine Stimme voller Überzeugung zu liefern. Manchmal fühlt sich „Kaiser Chiefs‘ Easy Eighth Album“ daher ungleichmäßig und zermürbend an. 

Der Band gebührt jedoch Lob für ihre Risikobereitschaft und ihren klanglichen Wandel, und es besteht kein Zweifel daran, dass das live gespielte Album voller Energie und Glanz sein wird – die für ihre Shows charakteristisch sind.

6.4