Junglepussy – Pregnant with Success

HipHop/Rap, VÖ: November 2015
JUNGLEPUSSY setzt immer auf ehrgeizige schwarze Mädchen, die viel von sich selbst halten. Dieses urkomische und ehrliche Album lässt einen wünschen, mit ihr zu brunchen, während man Kriegsgeschichten austauscht. Und mit Kriegsgeschichten sind Geschichten über Schwänze gemeint.

Junglepussy’s „Pregnant With Success“ ist eine weitere Erinnerung daran, wie Humor das Publikum näher bringen und eine emotionale Verbindung herstellen kann. Es ist so hell wie Beatty’s Roman dunkel ist, aber sie sind beide charmant verrückt, scharfsinnig und letztlich eine notwendige Gesellschaftskritik. Sie hat ein seltenes Selbstvertrauen, das in Verspieltheit verwurzelt ist: „This pussy don’t pop for you“, freut sich Junglepussy bei „Pop For You“, einem Song mit wässrigen Snares und einer glitzernden Melodie. Die Hook fühlt sich an, als würde sie eine Figur spielen, eine Parodie auf zeitgenössische männliche Rapper, aber es ist eher ein Braten, der seine Wurzeln in der surrealen Erfahrung hat, eine Frau im Jahr 2015 zu sein.

Das Album ist voll von Zeilen über die richtige Ernährung (“Them fruits & veggies my only vice that I can indulge”), Verweisen auf die Haarpflege („Head to toe new growth / I let my shit grow out“) und die Schwierigkeiten im Umgang mit Männern (so ziemlich alles von „Pop for You“). Junglepussy predigt mehr als alles andere, Sex positiv zu leben – in „Nothing for Me“ rappt sie: “I let a dude know what he don’t do / What I go through and you can’t stay I ain’t told you” – und Selbstvertrauen. “Don’t ask me no questions / ‘Bout who be the hottest / When you got it, you got it / If you copy, you not it,” erklärt sie im Albumabschluss „Dear Diary“, der in einem Monolog endet.

„Pregnant With Success“ ist eine Ode an die eigene Mutter, an alle Mütter, an jeden, der jemals einen Samen gepflanzt hat, an jeden, der jemals etwas geschaffen hat, an jeden, der jemals geduldig darauf gewartet hat, dass etwas Früchte trägt. „Pregnant With Success“ ist auch eine Ode an die weibliche Erfahrung, insbesondere an Frauen mit viel Melanin, einer Nostalgie für die frühen 2000er, einer Liebe zu den tropischen Klängen und einer Affinität zu Spiritualität.

7.9