Juliana Hatfield – Hey Babe

Alternative RockClassic Albums, VÖ: März 1992
HEY BABE ist JULIANA HATFIELDs grandioses Solo-Debüt voller müheloser Melodien und eingängiger Gitarrenriffs.

„Women do things more instinctually, and that lets them be more creative in their writing“, sagt Juliana Hatfield. Obwohl viele von ihnen wirklich talentierte Musikerinnen sind, wollen viele einfach nur wie die anderen sein. Um überzeugende Beweise für ihre Behauptung zu erhalten, hören wir uns Juliana’s erstes Solowerk „Hey Babe“ an. Das Album ist ein guter Indikator dafür, dass Hatfield’s Talente weit über ihre Pflichten als Sängerin, Bassistin und Songwriterin der Bostoner Band Blake Babies hinausgehen. „Hey Babe“ mischt Gitarrenhärte mit süßen Melodien, Schlagkraft mit Geduld und findet faszinierende neue Wege, um Ihr grundlegendes fröhlich-trauriges Liebeslied gegen den Rock’n’Roll-Schleifstein zu schwingen. 

„I’m hoping now that people will see me as more than just a singer in a pop band“, sagt Hatfield. Sie hofft auch, dass „Hey Babe“ nur der erste Schritt zu stachligerem und fröhlicherem Rocken ist. „Guys seem to be able to rock more easily than girls; maybe it’s a genetic thing“, grinst sie. „There are only a handful of women that really rock.“ Das Album beschäftigt sich mit verwirrten Gefühlen und stellt Verwirrung und Unsicherheit über die Wut. Seine elf Songs erschaffen ganze Welten aus dem Zustand des Kleinseins heraus, vorgetragen mit einer Stimme, die vom mädchenhaften Jammern bis zum erschütterten Murmeln schwankt. 

Das Herzstück des Albums ist der Song „Ugly“, eine akustische Anleitung zum Leben mit geringem Selbstwertgefühl. „I’m pretty lost but I don’t want to be found/ My tiny screams don’t make a sound“, singt Hatfield. Insgesamt sind die elf Titel des Albums sowohl intim als auch umfangreich und betreten musikalisch und emotional Neuland. Juliana Hatfield’s „Hey Babe“ wird einen mit Sicherheit fesseln, fasziniert die Gelegenheitshörerin und überrascht den eingefleischten Fan.

8.1