Joss Stone – Mind Body & Soul

PopSoul, VÖ: September 2004
Auf ihrem ersten Album mit eigenen Songs versucht sich JOSS STONE an einigen verschiedenen Genres, darunter Reggae und beengt klingendem Uptempo-Pop.

Im Gegensatz zu Stone’s vorherigem Album „Soul Sessions“, das hauptsächlich auf einem gefühlvollen Sound basiert; offenbaren auf „Mind, Body & Soul“ die Tracks einen modernen RnB- und ja, poppigen Geschmack. „You Had Me“ ist so optimistisch, wie es auf dem Album nur geht. Mit einer frechen und sexy Tanzmelodie verpasst Stone die Chance, eine Pop-Prinzessin zu werden. Dies gelingt ihr, indem sie die Talente ihrer warmen, satten, heiseren Stimme ausschöpft. Stone war Co-Autorin von 12 der 14 Songs des Albums und arbeitete unter anderem mit Gitarrist Little Beaver und Betty Wright zusammen. Dies spiegelt sich auch in der Textur des bluesigen Sounds wider. 

Der Track „Less Is More“ experimentiert noch weiter, indem er sich in Reggae-Räumlichkeiten einschleicht. Stone hat es geschafft, in verschiedene Genres einzusteigen und dennoch auf die eine oder andere Weise ihren Seelenwurzeln treu zu bleiben. Die Vielfältigkeit und Reife des Albums zeigen, dass die bekannten Einflüsse die ohnehin schon helle Flamme der jungen Frau nur noch intensivieren. Bestimmte Songs sind etwas heller und etwas radiotauglicher als zuvor, einige Beats haben eine ausgeprägtere Hip-Hop-Atmosphäre und sie klingt dieses Mal etwas mehr wie eine Diva – nicht genug, um ältere Fans zu verärgern, aber genug, um ein paar neue zu gewinnen. 

Das Album hat eine verführerische, schwüle Atmosphäre; Die Rhythmen haben einen echten Biss, doch alles ist in eine seidenweiche Produktion gehüllt. Im Großen und Ganzen sind auch die Songs gut, solide geschrieben und mitreißend, wobei sie mit jedem Spiel an Bedeutung gewinnen. Auch wenn Stone die Tendenz entwickelt hat, ein wenig zu viel zu singen – besitzt sie dennoch eine satte, klangvolle Stimme. Zuhörerinnen, die letztes Jahr von „The Soul Sessions“ verführt wurden, werden nicht enttäuscht sein, aber um eine wirklich gefühlvolle Sängerin zu sein, muss sie einfach noch viel mehr tun.

6.4