JFDR – New Dreams

Folk, VÖ: März 2020
NEW DREAMS heißt das zweite Album der isländischen Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin Jófríður Ákadóttir alias JFDR.

Das zweite Album „New Dreams“ der 25 Jahre alten Jófríður (ausgesprochen Yo-Frida) Ákadóttir AKA JFDR befasst sich unterschiedlich mit Herzschmerz, Dankbarkeit, Gewohnheiten, Intuition, Wahnvorstellungen, Unschuld, Einsamkeit, Bedeutung, Empathie, Verletzlichkeit, Sicherheit, Identität, Abhängigkeit, Sehnsucht, Schönheit, Liebe und, ja, Träumen, alten und neuen. Mit dieser Platte kündigt sich Ákadóttir als wahre Klangarchitektin an. Die minimalistischen Strukturen, die sie sich überlässt, verstärken ihr Gespür für Nuancen. „New Dreams“ ist eine Lektion in der Kraft von Raum und Stille. Ákadóttir weiß, wie man Fantasien aktiviert, und sie versteht, dass das, was nicht da ist, am wichtigsten ist.

Ihre Stimme steht im Mittelpunkt von „New Dreams“. Wie es ihrer Natur entspricht, verbrachte Ákadóttir ihre Zeit im Tourbus damit, Betten aus Vocal-Samples zusammenzunähen, aus keinem anderen Grund als ihrem eigenen Vergnügen. Es war ihr Mix-Ingenieur, der ihr klar machte, wie diese Aufnahmen die Bettrahmen ihrer Songs ergänzen könnten. Diese Offenbarung hat „New Dreams“ eine Stimme verliehen, die im Wind reist, die Vokale klingen wie Wellen, unvorhersehbar in ihrer Länge oder Nähe. Am Ende von „Dive In“ setzt sie auf Urgeräusche, die wie eine Frau in den letzten Wehen klingen. An anderer Stelle klingt ihr langgezogenes Stöhnen und Grummeln wie ein Tunnel, in den man nicht will.

„New Dreams“ fühlt sich an wie ein Album, das Ákadóttir aus ihrem System herausholen musste. Sie wird nie wieder eine solche Aufnahme machen. „New Dreams“ ist ein immersiver, heiliger Ort, an den wir abdriften können, wann immer der Lärm von außen zu überwältigen beginnt. Ein schwebendes Phänomen, für das wir ihr nie genug danken können.

8.0