Faye Webster – Faye Webster

Indie Pop, VÖ: Mai 2017
Jeder Song von FAYE WEBSTER beinhaltet eine Mikrodosis Country-Musik. Das selbst betitelte Debüt ist so angenehm zu hören und auch wenn es nicht phänomenal ist, ist es dennoch voller eingängiger Hooks und niedlicher Texte.

Atlanta’s Singer-Songwriterin Faye Webster war erst 16, als sie das Folk-Album „Run and Tell“ im Jahr 2013 aufnahm. Vier Jahre später folgt nun das offizielle Debüt, ein komplementäres Erlebnis aus sanften Country-Balladen. Man kann hier gut erkennen, dass Faye mit etwas mehr Politur etwas wirklich phänomenales schaffen kann. Sie hat immer noch ihre ikonischen, sich wiederholenden Refrains und ihre herzzerreißende/selbstironische Lyrik, die ihre Grundpfeiler sind.

Und jedes Mal, wenn diese Platte ertönt, schleicht sich das Gefühl ein, als müsse man Strand Cocktails trinken. Die Instrumentierung auf dieser Platte stellt dabei den größten Reiz dar, mit Gitarrenriffs, die klingen, als kämen sie direkt aus Bikini Bottom. Auf seinen Höhepunkten klingt es wie das Comeback der Surf-Rock-Welle der 60er Jahre gemischt mit der Indie-Popularität der 2010er.

Die subtilen Country/Folk-Instrumentierungen werden von Webster’s Gesängen in den Vordergrund gerückt und es entstehen einige wirklich schöne Feel-Good-Tracks – und einige wirklich traurige. Es ist deutlich zu sehen, wie sich ihr Songwriting von ihrer ersten Veröffentlichung im Jahr 2013 über diese Veröffentlichung verbessert hat. Ihre Musik ist luftig und warm und wundervoll schnörkellos. Man könnte dieses Album auflegen und zusehen, wie der Rauch sanft durch den Raum wirbelt.

7.0