Danger Mouse & Black Thought – Cheat Codes

HipHop/Rap, August 2022
Mit Gästen wie A$AP Rocky und Run The Jewels, Michael Kiwanuka, dem verstorbenen MF DOOM und mehr, ist CHEAT CODES von DANGER MOUSE und BLACK THOUGHT eine Hommage an eine ganze Szene und nicht nur an zwei Künstler.

Das gemeinsame Debütalbum von Danger Mouse und Black Thought erscheint nach Jahren der Spekulationen und Gerüchte, und der weit aufgezogene Sound, der in jede Note eindringt, ehrt dieses Maß an Aufregung. Fans kennen die Stimme von Black Thought gegenüber den relativ organischen Sounds der Roots. Hier vermischt sich seine verbale Geschicklichkeit mit aktuellem Sample-basiertem Hip-Hop, eine Seltenheit im zeitgenössischen Mainstream-Rap. Was seinen Kollaborateur Brian „Danger Mouse“ Burton betrifft, so ist „Cheat Codes“ sein erstes reines Hip-Hop-Album seit der Zusammenarbeit von „DangerDoom“ mit dem verstorbenen und viel vermissten MF Doom aus dem Jahr 2005. Auf „Cheat Codes“ bietet Danger Mouse ein Sammelsurium an schmutzigen, staubigen Loops, die von simplen, bedrohlichen Trommelmustern bis hin zu stadiongroßen Knallern reichen.

Der Titeltrack dieses Albums ist das perfekte Beispiel für einen unbestreitbaren Höhepunkt, die sich wiederholende Klaviatur akzentuiert das Drumming perfekt, um eine Harmonie aus wackeligen Klängen zu erzeugen. Danger Mouse zog Samples aus den Tiefen der Musikgeschichte und interpretierte sie für dieses Album neu. Das Feature-lastige „Strangers“ hat einen collagenartigen Hook, der Elemente aus scheinbar einer Vielzahl alter Vinylalben zieht, die man nicht in im Mainstream-Regal finden wird. Das Intro zu „Cheat Codes“ ist auch ein perfektes Beispiel für Danger Mouse’s einzigartiges Ohr für Samples, das eindringliche Summen bietet Black Thought eine dunkle Leinwand, um seinen Witz in Jackson-Pollock-Manier zu bespritzen.

Black Thought, dessen rhythmische Geschicklichkeit schon immer seine größte Stärke war, gerät nie aus dem Gleichschritt – egal in welchem ​​Takt. Es zeigt auch, dass Danger Mouse bereits für eine Reihe der vorgestellten Künstler produziert hat, deren Energien alle gut eingebunden sind. Das brütende Charisma von Conway The Machine wird durch die elegante Düsternis von „Saltwater“ ergänzt; das sehnsüchtige „Aquamarine“ ist wie geschaffen für eine Stimme wie die von Michael Kiwanuka. Der Auftritt von MF DOOM auf „Belize“ strotzt vor der Präsenz des verstorbenen Rappers. Es ist klar, dass alles im Voraus geplant wurde. Die Kehrseite davon ist jedoch, dass es wenig Raum für Innovationen gibt: Danger Mouse und Black Thought bleiben fest in ihren Komfortzonen, und obwohl die Platte immer wieder begeistert, überrascht sie selten.

7.9