Charlotte de Witte – Universal Consciousness EP

Nach der letzten EP Asura im September hat CHARLOTTE DE WITTE beschlossen, auf UNIVERSAL CONSCIOUSNESS etwas tiefer in die Welt der Psychedelia einzutauchen.

Charlotte de Witte ist von ihrer bisher größten KNTXT-Party Mitte April zurückgekehrt. Es fand in ihrer Heimatstadt Gent statt und spielte ein historisches 10-Stunden-Set vor einer riesigen Menge von Menschen, die auf eine echte Klangreise mitgenommen wurden. Ebenfalls im April kehrte Charlotte zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder in London’s ikonische Printworks zurück. Dort entstanden ist ihre neueste EP „Universal Consciousness“, eine weitere subtile Weiterentwicklung ihres charakteristischen Stils. Charlotte sagt über die EP: “following up on my latest Asura EP in September, I decided to delve a bit deeper in the world of psychedelia. All the tracks of the EP are Psy inspired, some more than others. I’ve been playing these tracks for a while now in the clubs. It’s been a real pleasure to see the crowd’s reaction and see the amount of track ID requests online. This one is from me to you, I hope you enjoy my Universal Consciousness EP!”

Der Opener „Satori“ ist dunkel und schwer. Die klobigen, rohen Drums treffen einen hart, während die matschigen Acid-Synthesizer über den Mix schwenken. Ein bezauberndes nahöstliches Flair bringt ein zusätzliches Trance-induzierendes Element mit sich, dass die perfekte Dichotomie zwischen den fast außerirdischen Techno-Schichten und der organischen Magie bildet. In „Kali“ nimmt die Geschwindigkeit zu. Die Peak-Time-Beats und das metallische Echo sind eine Ode an den Techno. Konzeptionell sieht man durch den bezaubernden Gesang die Verbindung zum vorherigen Track, auch wenn es hier mehr nach Underground klingt. Dann kommt der dynamische, federnde und ätzende Titeltrack „Universal Consciousness“. Es ist eine vollmundige Melodie mit gewaltiger Präsenz und viszeralen 303-Loops, die den Geist zum Schmelzen bringen.

Charlotte de Witte hat sich als Synonym für Adrenalin, Innovation und schnelles Tempo erwiesen, und die EP „Universal Consciousness“ ist über weite Strecken erneut ein Inbegriff davon. Blickt man auf die Veröffentlichungen der letzten Jahre zurück, ist die Entwicklung unverkennbar. Charlotte hat zweifelsohne den Dreh raus, glättet jedoch in ihren Tracks der letzten Monate zu häufig die Wogen und wagt nicht mehr allzu spektakuläre Experimente – wie noch zu früheren Zeiten. Unbekümmertheit ist der Professionalität gewichen, dennoch bleibt Charlotte eine äußerst spannende Künstlerin, die behutsam und mit viel Bedacht auf der „Universal Consciousness EP“ die Verschmelzung von Psytrance und Techno einläutet.

7.0