Beastie Boys – The Mix-Up

JazzRock, VÖ: Juni 2007
25 Jahre nach ihrer Karriere kehren die BEASTIE BOYS mit ihrem siebten Studioalbum zurück. Diesmal haben Mike D, Adam Horovitz und Adam Yauch das Mikrofon fallen gelassen und Gitarre, Bass und Schlagzeug aufgenommen. Sie kehren zu den jazzigen Instrumentalstücken zurück, die auf Check Your Head erforscht wurden.

Eine Karriere, wie es die Beastie Boys erleben durften, verkraftet auch mal einen echten Tiefschläger. Diesen gibt es nun mit „The Mix-Up“, dem siebten Studioalbum des Trios aus New York City. Und obwohl es immer unendlich unterhaltsamer ist, sich für die Videos zu „Sabotage“ und „Intergalactic“ zu verkleiden, haben Mike D, Adrock und MCA viele Vorkenntnisse, wenn es um ernsthafte Musikalität geht. Auf ihren legendären 90er-Alben haben sie rauchige Rhythmen rausgeschmissen, um Hymnen wie „Root Down“ oder „Pass The Mic“ Luft zum Atmen zu geben. Aber „The Mix-Up“. der (für ihre Verhältnisse) hastig aufgenommene Nachfolger des kriminell unterschätzten „To The 5 Boroughs“ aus dem Jahr 2004, ist repetitiv, zweidimensional und könnte nicht mehr Belanglosigkeiten auf einem Fleck versammeln. Wer dementsprechend eine Beastie Boys-Kollektion starten möchte, der denke bitte nicht eine Sekunde daran, hier anzufangen.

Es soll nicht bedeuten, die Beastie Boys können keine instrumentalen Stücke komponieren. Den Beweis lieferte das Trio zu genüge in den vielen Jahren Ihres Bestehens. Schon damals funktionierten solche Jams jedoch am besten als Zwischenspiele zwischen Gesangsattacken und nicht als eigenständige Stücke. Die ursprünglichen B-Boys lassen hier also das Mikrofon fallen und spielen wieder instrumental. Wieso den nur? Es gibt wirklich wenig, das hinzugefügt werden muss; es gibt keine Schichten zu schälen, keine Untertöne, die es wert sind, ein zweites Mal gehört zu werden. „The Mix-Up“ ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Wer ein Anhänger der Band ist, wird die Platte kaufen, weil sie unter dem unumstößlichen Monument der Beastie Boys steht. Alle anderen sparen sich bitte das Geld für eine richtige B-Boys Platte, sobald denn eine neue auftauchen wird.

4.1