Baby Queen – The Yearbook

Pop, VÖ: September 2021
THE YEARBOOK besteht aus 5 vorveröffentlichten Singles und 5 neuen Tracks, die nahtlos ineinander übergehen, für sich allein stehen und die Persönlichkeit von BABY QUEEN perfekt einfangen. Es ist ehrlich und kritisch, ohne aufdringlich oder eigennützig zu sein.

Was Baby Queen in ihrem kommenden Debüt „The Yearbook“ erreicht, ist eine wahrheitsgetreue Beobachtung der Realitäten, mit denen wir konfrontiert waren. Das eröffnende Stück „Baby Kingdom“ ist eine gesprochene Erklärung unverfrorener Nostalgie für Lantham’s vergangenes Selbst, das zu einem verträumten Synth-Beat gesetzt ist, der die Dichotomie dieses Albums perfekt verkörpert. Man kann sich leicht vorstellen, wie sie mit Rissen in der Strumpfhose und einer Zigarette zwischen den Zähnen an der Wand vor ihrer Schuldisco à la Effy Stonem lehnt – ein schleppender, pessimistischer Monolog über einem fernen Schlafzimmer-Pop-Beat.

Ungefiltert und ohne Entschuldigung erzählt Baby Queen ehrlich über ihr Leben, ihren Drogenkonsum, ihre Partys und ihre Liebe – es ist für die meisten ein Leben mit Parallelen. Ihre Diskografie greift tief in die Themen der modernen Gesellschaft, der sozialen Medien und der Beziehung, die wir zu unserem Körper haben, ein und kreiert einige herzzerreißende Verse, wie “So I grew up kinda’ hating myself” in „Narcissist“. Ein wenig später ist „Fake Believe“ ein perfekter Popsong mit hüpfenden Beats und einem amerikanischen Frühling. 

Es steigert die Stimmung, bevor das Album mit „I’m A Mess“ zu Ende ist. Es ist zugleich einer der leidenschaftlichsten und unangenehmsten Tracks des Albums, hat er uns doch alle emotional auf diesen Moment der Traurigkeit und Melancholie vorbereitet. In „The Yearbook“ kuratiert Baby Queen einen Brief an ihr vergangenes Ich, den wir alle brauchen, um sicherzustellen, dass der Kreislauf der Romantisierung stoppt, bevor er wieder von neuem beginnt.

8.0