Ashley Monroe – Like a Rose

Country, VÖ: März 2013
Nehmen wir den gesamten Bogen dieser Kollektion in uns auf, und ASHLEY MONROE hält den Vergleich mit einer Rose aus – schön klingend, aber ohne Angst, so stachelig zu wirken, wenn der Anlass es rechtfertigt.

Einer der erfolgreichsten New-Country-Acts des letzten Jahres waren die Pistol Annies, teilweise aufgrund des Ruhms eines Mitglieds, Miranda Lambert. Wenn Ashley Monroe mit den Annies auftritt, bietet sie starke, aber diskret kooperative Harmonien. In einem Song wie „The Morning After“ erklingt jedoch Monroe’s eigener charakteristischer Ton deutlich. Es ist ein erhabener nasaler Twang, der regelmäßig in ein warmes Summen übergeht. Dieses Album wurde von Vince Gill, dem Country- und Bluegrass-Sänger und Gitarristen, koproduziert, der die letzten Jahre damit verbracht hat, mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten und sie mit einem feinen Gespür für Diskretion bei musikalischen Arrangements zu präsentieren. Er zeigt auch eine Verspieltheit, wenn er an Schlüsselmomenten des Spaßes teilnimmt. Das tut er in einem Song namens „Monroe Suede“, den er zusammen mit Monroe geschrieben hat. „Like A Rose“ ist ein kurzes und süßes, klassisches Country-Album, das Ashley Monroe’s Fähigkeiten als beeindruckende traditionelle Country-Songwriterin mit einer süßen Stimme, die mit aufrichtigem Schmerz verziert ist, zusammenfasst. 

Alle Songs auf „Like A Rose“ wurden von Monroe geschrieben. Dieses Album spricht von einem rauen und unruhigen Leben, wobei einige der Songs wörtlich aus Ashley’s Vergangenheit übernommen wurden. Die Aufrichtigkeit ihrer Musik ist spürbar. Der allererste Text auf dem Album, „I was only 13, when daddy died“, entspricht Ashley’s realen Lebenserfahrungen, und so viel Fiktion auch für den Rest des Albums in das Material einfließt, man neigt dazu, jedes Wort zu glauben. Die Herangehensweise an „Like A Rose“ ist traditionell, aber leicht in der Art, wie der Rhythmus entspannt ist und einige der Texturen atmosphärisch sind, was es in gewisser Hinsicht zu einer Kreuzung zwischen Country und Americana macht und die Attraktivität der Platte erweitert. Da nur 9 Tracks enthalten sind, profitiert jedes Angebot von einer Potenz an Inhalten. Dieses Album wird nie müde. „Like a Rose“ ist ein Künstleralbum. Das Duett mit Blake Shelton, das das Projekt abschließt, wird am Ende die meiste Anerkennung erhalten.

Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann dass es „Like a Rose“ an Abwechslung mangelt oder dass es auch mal eine ähnliche Geschichte erzählt. Das merkt man allerdings erst nach dem neunten oder zehnten Hören. Nur wenige Alben sind heutzutage so viele Drehungen wert, daher ist es schwierig, lange bei diesem Gedanken zu verweilen. Ihre Fähigkeiten sind genau dort vorhanden, wo wir sie haben wollen, aber die Platte ist aus genau demselben Grund leider viel zu kurz.

9.0