Mattiel – Satis Factory

Das zweite Album der in Atlanta lebenden Sängerin Mattiel Brown beginnt mit dem siedenden „Moment of Death“ und einer flatternden, hallenden Gitarre. Sie erweitert ihren melodischen Bereich auf dem kläffenden „Je Ne Me Connais Pas“, einem Track, der mit einem Retro-Garagen-Rock-Gitarrensolo von Randy Michael hervorgehoben wird. Mattiel und ihre Band haben „weird keyboards though amps,” ersetzt, wie Gitarrist Jonah Swilley es ausdrückt, und den Sound ihres von Rock’n’Roll geprägten Debüts aus den 60ern modernisiert. 

Hinter „Satis Factory“ verbirgt sich auch mehr ein Konzept, das eine unendliche Suche nach Selbstbefriedigung in den Mittelpunkt stellt, wie das ansteckende „Millionaire“ oder „Berlin Weekend“ zeigt. “I’m happiest when I’m continually searching for that satisfaction even though I may never reach it.” Des Weiteren zeigt sich dieses zweite Album mit mehr Sicherheit, als das gleichnamige Debüt des letzten Jahres. Hier gibt es viel zu lieben und empfiehlt sich für Fans von Holly Golightly und den Affiliates. Prägende Einflüsse sind unweigerlich die White Stripes und die Black Lips. 

 

Doch Mattiel lässt auch ihre eigene schelmische Energie in narkotisierende bluesige Balladen fließen und zeigt diese insbesondere durch ihre kraftvolle und ausdrucksstarke Stimme.