The Hives – Barely Legal

Der Anfang, also die Stunde Null, war das Jahr 1990. Howlin‘ Pelle Almqvist, Nicholaus Arson, Vigilante Carlstroem, Dr. Matt Destruction und Chris Dangerous produzierten Ihre erste selbst geschriebene EP. Sie hörte auf den Namen ‚ Sounds Like Sushi ‚ und gilt bereits heute als extrem seltenes Stück, lässt sich weder in Plattenläden noch in Onlineshops auftreiben. Ein Grund der die Suche zusätzlich erschwerte war die fehlende Bandbezeichnung „The Hives“, die entstand nämlich erst drei Jahre später. Ihren ersten offiziellen Release feierten The Hives im letzten Jahr mit der EP ‚ Oh Lord! When? How? ‚ und der folgenden Ankündigung, im nächsten Jahr das Debütalbum hinterher zu schieben.

Die Hives haben Ihr Wort gehalten und starten nun mit ‚ Barely Legal ‚ Ihren globalen Angriff auf unsere lahme und wenig inspirierende Kultur und zugegeben, die fünf Schweden kommen damit genau zur rechten Zeit. Sie zünden ein Feuerwerk das keine Atempause kennt, es blendet in grellen Farben vom dunklen Nachthimmel auf uns herab und der beißende Gestank treibt uns Tränen in die Augen. ‚ Well, Well, Well ‚ meinen dazu die Hives und verheizen mit ‚ A.K.A. I-D-I-O-T ‚ gleich den nächsten Titel-Aspirant. Die fünf Schweden spielen in einem Rausch, rastlos, rasend und mit viel zu viel Koffein im Blut bleibt keine Zeit, um einen Blick in den Rückspiegel zu riskieren.

Kein Song kratzt auch nur ansatzweise an den drei Minuten, die Uhr tickt im hiv´schen Universum eben um einiges schneller. Da stört es auch nicht weiter, dass hier eigentlich alles gleich klingt. Keine Zeit zum Nachdenken.Trotzdem ist es nie ein stures nach vorne Spielen, oft sind es die Details und kleinen Spielereien in den Songs, die das Ganze so interessant erscheinen lassen. Ausgefeilte Melodien und verdammt eingängige Riffs streiten wie besessen in den vollgestopften Songs, um die uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Hörers.

Ja die fünf Schweden sind ein Phänomen, sie kamen, sahen und siegten. Das Label Burning Heart darf sich freuen mit den Hives eine echte Bereicherung im Rock-Punk-Sektor verbuchen zu können. Der kommerzielle Erfolg sollte sich ebenso schnell einstellen wie das plötzliche Ende von ‚ Barel Legal ‚ – nach nicht einmal einer halben Stunde Spielzeit. Die Hooklines sind hier noch echte Killer und während man noch in Erinnerungen schwelgt, ist die Zeit natürlich schon lange abgelaufen. Aber schließlich kann nicht jeder so schnell sein wie die.