Ramones – Brain Drain

Mit „Brain Drain“ folgte das elfte Studioalbum der Ramones, das am 23. März 1989 veröffentlicht wurde. Es ist die letzte Veröffentlichung, auf der Bassist, Texter und Sänger Dee Dee Ramone zu hören ist, die erste mit Marky Ramone seit „Subterranean Jungle“ aus dem Jahr 1983 und zugleich war es das letzte Studioalbum der Band auf Sire Records. Dee Dee Ramone erklärte: „It was tough recording the Brain Drain album because everyone took their shit out on me. I dreaded being around them. It drove me away – I didn’t even end up playing on the album. Everybody in the band had problems; girlfriend problems, money problems, mental problems.“

Die Ramones suchten eine neue Richtung für ihre Musik. Während sie die Tour satt hatten und Dee Dee vor dem Absprung stand, beschloss die Gruppe, sich nochmals anzustrengen. Aus dieser Anstrengung ging das Album „Brain Drain“ hervor. Die Ramones erfanden ihren Sound neu und ließen sie relevant aussehen und klingen. „Brain Drain“ ist ein sehr lautes und unterhaltsames Album. Die besten Songs sind „I Believe in Miracles“, „Zero Zero UFO“, „Don’t Bust My Chops“, „Learn to Listen“ und „Palisades Park“, zusammen mit „Pet Sematary“, dem bekanntesten Song dieses Albums und einem der größten Radio-Hits der Ramones.

Am Ende wartet mit „Merry Christmas (I Don’t Want to Fight Tonight) die beste Weihnachtsparodie, die es je gab, über Weihnachten in einer dysfunktionalen Familie. Ein großartiger, süchtig machender und unterhaltsamer Track, der das ansonsten mittelmäßige Album ordentlich abschließt.