Ramones – ¡Adios Amigos!

Auf Wiedersehen Freunde! Mit „¡Adios Amigos!“ erschien das vierzehnte und letzte Studioalbum der Ramones. Es wurde am 18. Juli 1995 durch Radioactive Records veröffentlicht. Die Ramones lösten sich ein Jahr nach der Veröffentlichung und der anschließenden Tour auf. Während der Bassist und Songwriter Dee Dee Ramone die Band nach „Brain Drain“ im Jahr 1989 verlassen hatte, enthielt „¡Adios Amigos!“ sechs seiner Kompositionen, darunter drei, die zuvor veröffentlicht wurden: „The Crusher“ wurde ursprünglich für sein Debüt-Soloalbum aufgenommen, „Making Monsters for My Friends“ und „It’s Not For Me to Know“ entstanden ursprünglich für das Album „I Hate Freaks Like You“ von I.C.L.C. (Inter-Celestial Light Commune war ein Band Projekt mit dem New Yorker Bassisten John Carco). „¡Adios Amigos!“ enthält auch Coverversionen von Tom Waits’ „I Don’t Want to Grow Up“ und Johnny Thunders‘ „I Love You“.

Zu Beginn Ihrer Karriere war Gründungsmitglied und Schlagzeuger Tommy Ramone durch Marky Ramone ersetzt worden, dann durch Richie, dann durch Elvis und wieder durch Marky. Der damalige Bassist und Chef-Songwriter Dee Dee hatte seine Position an C. J. abgetreten, um eine unglückliche Rap-Karriere zu beginnen. Was den Sänger Joey Ramone und den Gitarristen Johnny Ramone angeht, so hätten sich die beiden Männer, obwohl sie auf der Bühne immer nur wenige Meter voneinander entfernt standen, nicht weiter voneinander entfernt hätten sein können. Zunächst ließen sich ihre Differenzen auf unterschiedliche Persönlichkeiten reduzieren (Joey war ein Freigeist; Johnny ein fokussierter Workaholic). Aber der Höhepunkt ihrer Rivalität war in den frühen 80ern, als Joey’s Freundin Linda ihn für Johnny verließ. Das Paar heiratete 1984 und blieb bis zu Johnny’s Tod im Jahr 2004 zusammen. 

Mit anderen Worten, aus all diesen weitreichenden Gründen waren die Ramones zu der Zeit, als sie „¡Adios Amigos!“ aufnahmen, kaum mehr als eine Hülle einer Band, sowohl kreativ als auch persönlich. Die Ramones haben mit Punk Rock angefangen, hatten ein wenig Hardcore ausprobiert, versuchten es später mit Hard Rock und kamen nun zu einem Sound zurück, der dem nahe kam, mit dem sie einst begannen. Sie hatten vielleicht nicht mehr die Nase vorn, aber die Ramones wussten, dass eine Platte wie „¡Adios Amigos!“ der richtige Weg war – es rockt und rollt und es ist keine Verlegenheit. „Born to Die in Berlin“ ist mit einer großartigen Melodie der Abschluss einer bemerkenswerten Karriere, dass dieses Album und damit auch die Ramones beendete.