Placebo – Without You I’m Nothing

Nach zwei ereignisreichen Jahren kehren Placebo mit Ihrer zweiten Platte im Gepäck zurück und können vorab Ihren ersten richtig kommerziellen Erfolg feiern. Verantwortlich für dieses Glücksgefühl seitens Placebo war Ihr wirbelnder und mitschwimmen Album Opener ‚ Pure Morning ‚. Er ist eine selbst ernannte „Celebration of friendship with women“ und beschreibt die Verbindung zwischen Brian Molko und den Frauen. ‚ Brick Shithouse ‚ fusioniert 90er Jahre Electro Rock mit Punk Gitarren von Sonic Youth. Tribal-Rock Begleitung lässt sich in dem geschlechtsspezifischen Gesang von Molko in ‚ Scared Of Girls ‚ finden. Die Songs besitzen wieder einmal Ihre lyrischen Verrücktheiten und triumphieren zugleich mit energiegeladenen Riffs. Placebo klingen angepaßter – so in der Art dürften wohl einige nach den ersten Songs über ‚ Without You I´m Nothing ‚ denken und damit genauso recht behalten wie die Gegenseite, die meint Placebo hätten sich weiter entwickelt.

Beides hat seine Richtigkeit und trotzdem erreicht die zweite Platte nicht ganz die Qualitäten Ihres Vorgängers. Dafür lassen sich ganz andere Dinge finden und beobachten. Die Zeiten des 90er Jahre Alternativ Rocks sind vorbei, Placebo wühlen sich nun durch den 70er Jahre Glam-Rock und verknüpfen diesen mit Punk Referenzen aus der Gegenwart. Bestes Beispiel ist ‚ Every You Every Me ‚ und neben ‚ Pure Morning ‚ der ausdrucksstärkste Song auf der Platte. Aber im Mittelpunkt bleibt nach wie vor Brian Molko und mit seiner unverkennbaren Stimme. „I’m unclean, a libertine And every time you vent your spleen, I seem to lose the power of speech, Your slipping slowly from my reach. You grow me like an evergreen, You never see the lonely me at all“, und lässt damit ‚ Without You I´m Nothing ‚ noch dunkler ausfallen als das gleichnamige Debüt. Die Fans wird es freuen und nach der sehr erfolgreichen Single ‚ Pure Morning ‚ wird der kommerzielle Durchbruch auch bei der zweiten Platte von Placebo, nicht lange auf sich warten.