Orange Juice – Texas Fever

Mit sechs Tracks und einer Spielzeit von nur 20 Minuten ist „Texas Fever“ zwar eher eine EP, aber mit der klassischen Orange Juice Besetzung von 1982. Mit Collins am Gesang und Gitarre, Malcolm Ross an der zweiten Gitarre, David McClymont am Bass und Zeke Manyika am Schlagzeug. Ursprünglich 1984 veröffentlicht und auf den Wellen des Erfolgs ihres vorherigen Albums „Rip It Up“ reitend, das ihren größten Hit mit der gleichnamigen Single hervorbrachte, folgte das eröffnende Stück „Bridge“. Collins glänzte einmal mehr mit seinem lockeren Gesangsstil und seiner cleveren Gesangskunst: “I’ve spanned every bridge that spans the water just for you/ Now I’ll never reach the other side/ Oh, what am I to do?”.

„Craziest Feeling“ ist ganz einfach ein verträumtes Liebeslied. Es zeigt all die Schmetterlinge und Tagebuchnotizen, die unser Herz mit Freude erfüllen und Endorphine freisetzen, wenn wir jemanden sehen, der unser Herz zum Singen bringt:  “When I find myself falling for that girl/ I jumped inside a phone booth and called heartbreak hotel/ Every time I call her the heart’s engaged/ She puts me and life in disarray”. In „Punch Drunk“ wird es dagegen ziemlich dunkel. Collins scheint seine sonnige Stimmung zu beseitigen und sorgt textlich für einen Moment der Melancholie: “And I will push this punch drunk heart down many roads until we part/ This punch drunk heart just will not break/ Not while this power’s awake”.

Auch die restlichen Songs wissen zu gefallen, sei es die Ballade „A Place in My Heart“, oder der melodische und romantische Track „A Sad Lament“. „Texas Fever“ kann aus Zwietracht und Frustration entstanden sein, aber egal. Es ist immer noch klassisch Orange Juice und das bedeutet, dass es hier die beste Musik aus der Post-Punk-Ära zu hören gibt.